Viren - "Parasiten", die sich am Wirt nähren


Der lateinische Begriff "Virus" steht für Gift und bezeichnet einen Krankheitserreger, der sich durch seine besonderen Eigenschaften von den zuvor genannten Keimen unterscheidet. Bei Bakterien, Hefen, Schimmelpilzen und Legionellen handelt es sich um Einzeller mit eigenem Organismus, Stoffwechsel und Fortpflanzungssystem. Viren dagegen bestehen lediglich aus Nukleinsäure und einem Eiweißmantel. Sie sind von einem Wirt abhängig, der sie am Leben hält und ihre Vermehrung ermöglicht. Während sie in eine lebende Wirtszelle eindringen und deren Organismus zur eigenen Fortpflanzung nutzen, stirbt die Zelle ab. Sie zersprengt gewissermaßen und entlässt dabei eine Vielzahl neuer Viren, die sich in nächster Nähe ebenfalls ihre Wirtszellen suchen.

Beim Menschen können diese nur 20 bis 100 Nanometer großen Viren enorme gesundheitliche Schäden anrichten. Die möglichen Infektionen reichen von Grippe, Masern, Windpocken über Herpes, Tollwut und Maul- und Klauenseuche bis hin zu Ebola und AIDS mit ihrem zumeist tödlichen Verlauf.

Weit verbreitet sind jene Viren, die sich durch Lebensmittel übertragen. Speisen, die mit viral verunreinigtem Trinkwasser zubereitet werden, aber auch Nahrungsmittel, die während ihrer Lagerungszeit mit kontaminiertem Wasser in Kontakt gekommen sind, können Auslöser für Virus-Infektionen sein. In häufigen Fällen äußern sie sich als Brechdurchfall, seltener in Form von Gelbfieber bzw. Gelbsucht, die durch Hepatitis-Viren übertragen wird.

Was die Behandlung von Virus-Infektionen erschwert, ist die Resistenz der Krankheitserreger. Da die Viren vielfach nicht selbst bekämpft werden können, muss sich die Medizin darauf beschränken, die Symptome zu lindern und das Immunsystem des Menschen zu stärken.

 

 
 

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